Konzertorchester und Kulturbotschafter
Eine Standortbestimmung im 21. Jahrhundert
„Die Wiener Symphoniker sind wie das Wiener Hochquellwasser“ – sie versorgen eine Großstadt mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel in höchster Qualität, zu einem leistbaren Preis und in einem Ausmaß, das auch wirklich alle Menschen erreicht. Diese Qualität wird seit 1900 konsequent gepflegt und rund um den Globus als Werbung und Standortbestimmung für die Musikstadt Wien exportiert.

Die Wiener Symphoniker sind Wiens Konzertorchester und Kulturbotschafter und damit verantwortlich für den weitaus größten Teil des symphonischen Musiklebens. Die Aktivitäten des Orchesters sind vielfältig, wobei die Verbindung der traditionellen Wiener Klangkultur mit neuen Musik- und Präsentationsformen einen zentralen Stellenwert einnimmt.

Eine besondere Innovation stellt der Gesprächskonzert-Zyklus „Das andere Konzert“ dar, bei dem die Musik auf witzig-intelligente Art vermittelt wird. Der Kammermusik-Zyklus wiederum zeigt die große Bandbreite von Musikerpersönlichkeiten – vom Barockensemble über Schrammelmusik bis hin zum zeitgenössischen Jazz.

Ein wichtiges Anliegen ist den Wiener Symphonikern die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Projektes „Orchester zum Anfassen“ mit Workshops an Wiener Volks- und Hauptschulen, bei denen Schülerinnen und Schüler aus spielerische Art und Weise an die Welt der Musik im Allgemeinen und die Welt der Orchestermusik im Speziellen herangeführt werden.
Umfangreiches Programm
Pro Saison bestreiten die Wiener Symphoniker über 160 Konzert- und Opernauftritte sowie 50 Kammerkonzerte und Workshops. Zum Teil werden diese Konzerte von Musikverein und Konzerthaus veranstaltet; seit 1980 gibt es auch den großen Bereich der Eigenveranstaltungen mit insgesamt vier Zyklen. Dazu kommt eine rege und intensive Tourneetätigkeit, die das Orchester regelmäßig durch Europa und in verschiedene Überseeregionen führt. Seit 1946 bestreiten die Wiener Symphoniker als „Orchestra in Residence“ außerdem den Großteil der Opern- und Konzertproduktionen bei den Bregenzer Festspielen.Als neue Herausforderung ist das Orchester seit Anfang 2006 für einen wesentlichen Teil der Produktionen im Theater an der Wien verantwortlich, das seit diesem Zeitpunkt wieder als Opernhaus geführt wird.
Wertvolles historisches Archiv
Die künstlerische Arbeit der Wiener Symphoniker ist durch eine große Zahl von hochwertigen CD-Produktionen dokumentiert. Eine Goldgrube für historische und vollständig digitalisierte Dokumente – von Zeitungsberichten über Fotos bis hin zu Audio- und Videoaufnahmen – ist das Symphoniker-Archiv im Wiener Konzerthaus, das Interessenten nach Terminvereinbarung zum Schmökern und Recherchieren offensteht.
Instrumente der Oesterreichischen Nationalbank
Der Erste Konzertmeister Anton Sorokow spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù (Cremona 1731, „ex Sorkin“), der erste Solobratschist Prof. Herbert Müller eine Viola von Giovanni Paolo Maggini (Brescia, frühes 17. Jhdt.), beide zur Verfügung gestellt von der Oesterreichischen Nationalbank.